Postenausschreibung - Ärztliche*r Abteilungsvorständ*in an der 1. Psychiatrischen Abteilung mit Zentrum für Psychotherapie und Psychosomatik in der Klinik Penzing

Mit 8 Kliniken, 9 Pflegewohnhäusern, einem Therapiezentrum sowie 5 Ausbildungsstandorten zählt der Wiener Gesundheitsverbund zu den größten Gesundheitseinrichtungen in Europa. Rund 30.000 Mitarbeiter*innen kümmern sich 365 Tage im Jahr rund um die Uhr um das Wohl der ihnen anvertrauten Menschen.

Entsprechend dem Wiener Spitalskonzept 2030 wird die medizinische Versorgung Wiens in 3 Regionen mit je 2 Partnerkliniken und dem Universitätsklinikum AKH Wien mit aufeinander abgestimmtem Leistungsangebot organisiert.

Auf Basis des Wiener Spitalskonzepts wurden das konkrete künftige Leistungsportfolio des Wiener Gesundheitsverbundes und grundsätzliche betriebsorganisatorische Regelungen entwickelt. Dieser Medizinische Masterplan und die Master-Betriebsorganisation beziehungsweise die daraus resultierende Ziel- und Gesamtplanung werden Schritt für Schritt realisiert.

In den 7 Schwerpunktkliniken entstehen medizinische Zentren, in denen fachliche Kompetenzen und Ressourcen gebündelt werden. In diesem Sinne veröffentlichen wir folgende Postenausschreibung:

In der Klinik Penzing gelangt die Stelle einer*eines Ärztlichen Abteilungsvorständ*in an der 1. Psychiatrischen Abteilung mit Zentrum für Psychotherapie und Psychosomatik zur Besetzung.

Dieser Dienstposten ist mit FAD_AV, W4/10 (laut Wiener Bedienstetengesetz) beziehungsweise Schema II/IV/WIGEV Verwendungsgruppe A2 (laut Besoldungsordnung 1994) bewertet.

Die Klinik Penzing (KPE) ist eine Schwerpunktklinik in der österreichischen Bundeshauptstadt Wien mit rund 400 Betten, circa 1.400 Beschäftigten und hat eine Frequenz von mehr als 7.000 stationären Patient*innen pro Jahr.

Die 1. Psychiatrische Abteilung besteht aus der Regionalabteilung und dem Zentrum für Psychotherapie und Psychosomatik.

Die Regionalabteilung hat den Versorgungsauftrag für die stationäre und tagesklinische Behandlung von Patient*innen mit allen psychiatrischen Krankheitsbildern für eine festgelegte psychiatrische Versorgungsregion in Wien. Sie umfasst insgesamt 3 Stationen zu je 20 Betten sowie eine Tagesklinik mit 13 Behandlungsplätzen und eine Notfallambulanz.

Das medizinische Leistungsangebot beinhaltet die stationäre oder tagesklinische Behandlung bei psychischen Erkrankungen oder sonstigen schweren psychischen Krisen. Sie orientiert sich an modernen sozialpsychiatrischen Grundsätzen und basiert auf dem bio-psycho-sozialen Modell. Dies inkludiert die Diagnostik, Therapie, Pflege, Beratung und Betreuung durch die verschiedenen Berufsgruppen des multiprofessionellen Teams. Jährlich werden circa 1.200 stationäre Patient*innen behandelt, zusätzlich sind in der Ambulanz inklusive der Tagesklinik circa 3.800 ambulante Frequenzen zu verzeichnen.

Das Zentrum für Psychotherapie und Psychosomatik besteht aus der Psychotherapiestation mit 20 Betten und der Psychotherapeutischen Tagesklinik mit 24 Behandlungsplätzen. Hier erhalten Patient*innen aus ganz Wien bei entsprechender Indikation eine längere und störungsspezifische Therapie, etwa bei somatoformen und dissoziativen Störungen, chronischen Schmerzstörungen, Persönlichkeitsstörungen, Trauma-Folgestörungen oder affektiven und schizophrenen Erkrankungen. Die Basis der multimodalen Behandlung besteht aus teambasierter, methodenintegrativer Psychotherapie. Pro Jahr werden an diesem Zentrum über 200 Patient*innen stationär oder tagesklinisch behandelt.

Im Rahmen der geplanten Leistungsverlagerungen aus der Klinik Penzing wird die gesamte 1. Psychiatrische Abteilung Mitte 2023 in die Klinik Hietzing übersiedeln.

Aufgaben

Zu den Hauptaufgaben in dieser leitenden Funktion zählt die gesetzmäßige, zweckmäßige, rasche, einfache und kostensparende Organisation der Leistungserbringung entsprechend den Vorgaben aus der Medizinischen Gesamtplanung der Unternehmung (vor allem Spitalskonzept 2030, Medizinischer Masterplan 2030, Master-Betriebsorganisation beziehungsweise die darauf aufbauende Ziel- und Gesamtplanung).

Zudem ist die Aufsicht über die unterstellten Bediensteten inklusive Sicherstellung der ordnungsgemäßen Erfüllung der Dienstpflichten durch geeignete Controlling- und Kontrollmaßnahmen zu organisieren.

Ein besonderer Schwerpunkt ist auf die adäquate Ausbildung der ärztlichen Mitarbeiter*innen unter Erfüllung der entsprechenden Richtlinien zu legen, wobei sowohl die Agenden einer nachhaltigen Personalentwicklung als auch Personalbindung zu berücksichtigen sind.

Großer Wert wird auf die Ergreifung aller Maßnahmen gelegt, die darauf abzielen, das Leistungspotenzial und die Leistungsergebnisse der unterstellten Bediensteten zu verbessern, insbesondere die Setzung geeigneter Maßnahmen in der Personalentwicklung, in der beruflichen Gesundheitsförderung und zur Förderung der Motivation der Bediensteten mit dem Ziel einer auch zukünftig gesicherten, adäquaten Personalausstattung.

Weiters ist der Einsatz von Qualitätssicherung sowie die Einrichtung interner Kontroll- und Risikomanagementsysteme von großer Bedeutung und die Leitung hat sicherzustellen, dass anzuwendende gesetzliche Regelungen und Bestimmungen eingehalten werden.

Außerdem ist für ein geordnetes Zusammenwirken mit anderen Organisationseinheiten zu sorgen.

Ihr Profil/Ihre Voraussetzungen

  1. Österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsangehörigkeit einer der anderen Vertragsparteien des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder der Schweiz (Die Übergangsbestimmungen zur EU-Erweiterung § 32a Ausländerbeschäftigungsgesetz, BGBl. Nr. 218/1975 i.d.g.F., sind zu beachten.)
  2. Doktorat der gesamten Heilkunde
  3. Anerkennung als Fachärzt*in für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin
  4. Anerkennung für das Additivfach Fachspezifische Spezialisierung in Psychosomatischer Medizin erwünscht

Bewerbung

Bewerbungen sind bis spätestens 24. Februar 2023 an https://karriere.gesundheitsverbund.at/ zu richten. Zusätzlich zu den geforderten Personaldokumenten sind folgende Nachweise hochzuladen: Fachärzt*innen-Anerkennung, Promotionsurkunde, chronologischer Lebenslauf, gegebenenfalls venia docendi, Ernennung zum*zur Universitätsprofessor*in, Nachweis über eine spezielle Ausbildung auf den Gebieten Organisation und Personalführung (Managementausbildung). Ebenfalls benötigen wir eine umfassende Darstellung der mit der Führung dieser Abteilung verbundenen Vorstellungen.

Bewerber*innen, die nicht im öffentlichen Dienst stehen, haben ein amtsärztliches Zeugnis und eine Strafregisterbescheinigung beizulegen.

Die Bewerber*innen haben eine spezielle Ausbildung auf dem Gebiet Organisation und Personalführung (Managementausbildung) nachzuweisen, wobei Managementkurse mit multiprofessioneller Teilnehmerschaft als besonders wünschenswert betrachtet werden. Die Ausbildung ist jedenfalls innerhalb von 3 Jahren nach unbefristeter Übernahme der Funktion nachweislich und verbindlich zu absolvieren.

Der Wiener Gesundheitsverbund möchte angewandte Wissenschaft und Forschung unterstützen. Bewerber*innen werden aufgefordert, geplante thematische Forschungsschwerpunkte in der Darstellung der mit der Abteilungsführung verbundenen Vorstellungen auszuführen.

Ausländische Bewerber*innen (siehe Anstellungsbedingungen) müssen im Zuge des Bewerbungsverfahrens eine EU-Konformitätsbescheinigung der zuständigen Behörde des Ausbildungsstaates vorlegen, aus der hervorgeht, dass die ärztliche Grundausbildung dem Artikel 24 der Richtlinie 2005/36/EG entspricht und dass der Ausbildungsnachweis ein Diplom gemäß Anhang 5.1.1 der Richtlinie darstellt. Fachärzt*innen haben zusätzlich eine Bescheinigung vorzulegen, aus der hervorgeht, dass ihre fachärztliche Ausbildung dem Artikel 25 der genannten Richtlinie entspricht und dass der Ausbildungsnachweis ein Fachärzt*innen-Diplom gemäß den Anhängen 5.1.2 und 5.1.3 der Richtlinie darstellt.

Die Stadt Wien ist bemüht, in dieser Dienststelle den Anteil der Frauen in Leitungsfunktionen zu erhöhen und lädt daher nachdrücklich Frauen zur Bewerbung ein. Selbstverständlich wird im Rahmen des Auswahlverfahrens auf die Bestimmungen des Wiener Gleichbehandlungsgesetzes Bedacht genommen.

Sonderbestimmungen für Ärzt*innen der Schemata II/IV/WIGEV und für die zur Ausübung des Arztberufes berechtigten Bediensteten, die im Wiener Gesundheitsverbund tätig sind

Diese Bediensteten dürfen keine Nebenbeschäftigung in einer Klinik im Sinne des § 1 Abs. 3 Z 1, 2 und 4 des Wiener Krankenanstaltengesetzes 1987 (Wr. KAG) außerhalb der Unternehmung "Wiener Gesundheitsverbund" ausüben, es sei denn,

  1. die Ausübung der Tätigkeit ist zur Abwehr einer unmittelbar drohenden Gefahr für das Leben oder die Gesundheit eines Menschen erforderlich, oder
  2. die*der Patient*in oder deren*dessen Vertreter*in erklärt nach Information über das Leistungsangebot der Unternehmung "Wiener Gesundheitsverbund" ausdrücklich und nachweislich, dass eine Behandlung in einer Klinik der Unternehmung "Wiener Gesundheitsverbund" abgelehnt wird (Anmerkung: siehe Patient*innen-Wunscherklärung), oder
  3. es handelt sich um Ausbildungszeiten im Rahmen der Ausbildung zur*zum Fachärzt*in oder zur*zum Ärzt*in für Allgemeinmedizin, oder
  4. die Ausübung der Nebenbeschäftigung liegt im wesentlichen Interesse der Gemeinde oder des Landes Wien im Rahmen einer trägerübergreifenden Kooperationsvereinbarung zur besseren Gesundheitsversorgung in Wien.

Diese Regelung dient vorrangig dem Ziel, Privatpatient*innen der Ärzt*innen primär in Spitalseinrichtungen des Wiener Gesundheitsverbundes zu behandeln und kann daher als Normierung eines "Konkurrenzverbotes" angesehen werden.

Des Weiteren ist es diesen Bediensteten untersagt, für eine Klinik im Sinne des Wr. KAG zu werben; dies umfasst auch das Verbot, auf Patient*innen dahingehend einzuwirken, sich einer Behandlung in einer solchen Klinik zu unterziehen. In diesem Zusammenhang muss auch ausdrücklich festgehalten werden, dass Verweise auf Tätigkeiten im Rahmen von Nebenbeschäftigungen auf Internet/Intranet-Seiten der einzelnen Kliniken beziehungsweise die Nutzung von Logos des Wiener Gesundheitsverbundes für private Zwecke nicht statthaft sind.

Erläuterungen

1) Dauer der Betrauung - Auswahlverfahren

  • Die Betrauung erfolgt vorerst für die Dauer von 2 Jahren.
  • Es wird eine Stellungnahme des Spitalsausschusses eingeholt.
  • Es wird ein Gutachten des Landessanitätsrates eingeholt.
  • Mit den bestbewerteten Bewerber*innen wird von der Generaldirektion ein "Hearing" unter besonderer Bedachtnahme auf Organisations- und Führungsfragen abgehalten.
  • Vor der Entscheidung über die Beendigung der Betrauung nach 2 Jahren oder die Bestellung auf Dauer wird ebenfalls eine Stellungnahme des Spitalsausschusses eingeholt werden.

Ergänzender Hinweis: Für die im Rahmen des Auswahlverfahrens eventuell anfallenden (Reise-)Kosten wird kein Ersatz geleistet.

2) Dienst- und besoldungsrechtliche Stellung während der auf 2 Jahre befristeten Betrauung

  • Bewerber*innen, die bisher noch nicht im Dienst der Stadt Wien stehen, werden befristet auf die Dauer von 2 Jahren als Vertragsbedienstete aufgenommen.

    Nach Ablauf der 2 Jahre endet das Dienstverhältnis durch Zeitablauf, oder es wird in ein unbefristetes Dienstverhältnis übergeführt.

    Eine Unterstellung unter die Dienstordnung 1994 (Pragmatisierung) ist nicht möglich.

  • Bewerber*innen, die bereits im Dienst der Stadt Wien stehen, werden für die Dauer von 2 Jahren mit der hier ausgeschriebenen Funktion betraut, ohne schon formell in die neue, hier ausgeschriebene Bedienstetengruppe eingereiht zu werden. Eine Ausgleichszulagenregelung sorgt jedoch dafür, dass kein finanzieller Nachteil eintritt.

    Die Nebengebühren richten sich nach der tatsächlich ausgeübten Tätigkeit.

    Nach Ende des 2. Jahres erfolgt entweder die unbefristete Bestellung in der neuen Position, oder die Funktionsausübung endet durch Zeitablauf. Ein Anspruch, auf dem früheren Dienstposten wieder verwendet zu werden, besteht jedoch nicht.

    Wesentliches Kriterium für die Beurteilung der Erfüllung der Aufgaben während des befristeten Dienstverhältnisses sind die mit der Ärztlichen Direktion des Hauses zu vereinbarenden und zu erreichenden Ziele auf Basis der von der Generaldirektion mit dem Haus abgeschlossenen jährlichen Zielvereinbarungen (zum Beispiel Personalmanagement, Sachaufwand, Auslastung, Verweildauer, Bettenbelagsmanagement et cetera).

Die Entlohnung erfolgt für die Bediensteten der Stadt Wien nach den Bestimmungen der Besoldungsordnung 1994. Hinsichtlich Nebengebühren und Mehrdienstleistungen gelten die Bestimmungen der Besoldungsordnung 1994 und des Nebengebührenkataloges.

Für neu eintretende Mitarbeiter*innen beim Wiener Gesundheitsverbund, die nach dem Wiener Bedienstetengesetz aufgenommen werden beziehungsweise ab 1. Jänner 2018 ein Dienstverhältnis zur Stadt Wien begründet haben beziehungsweise in das Wiener Bedienstetengesetz umgestiegen sind, beträgt das Einstiegsgehalt monatlich zumindest 8.462,30 Euro brutto (Gehaltstabelle 2022). Durch die Anrechnung von berufseinschlägigen beziehungsweise gleichwertigen Tätigkeiten als Vordienstzeiten kann sich ein höheres Gehalt ergeben.

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